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Hilfreich: Der Anpassungsfinder

Am Arbeitsplatz wird eine neue Software eingeführt, ein Wechsel in ein neues Aufgabengebiet mit neuer beruflicher Software findet statt etc...

Nicht selten ist die barrierefreie Arbeit mit den vorhandenen Hilfsmitteln dann nicht ohne weiteres möglich. Anpassungen der eingesetzten Hilfsmittel an die beruflich genutzte Software sind oft nötig. Hier lohnt sich ein Blick in ein Verzeichnis von bereits durchgeführten Hilfsmittel-Anpassungen an beruflich genutzte Software: Dem Anpassungsfinder.

Technische Berater von Hilfsmittelfirmen und andere Experten dokumentieren darin durchgeführte Hilfsmittelanpassungen. Auch Software, die ohne Anpassung zugänglich ist, kann eingetragen werden. Sie greifen unter folgendem Link auf die Suchfunktion des Anpassungsfinders zu:
https://anpassungsfinder.de/anpass/anpass_search/

Entwickelt wird der Anpassungsfinder vom Projekt INCOBS Standardtechnologien, das über Technologien für blinde und sehbehinderte Menschen informiert und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanziert wird.

Die Dokumentation von Anpassungen bietet viele Vorteile:

(Quelle: https://anpassungsfinder.de/anpass/about/ )

Mehr Markttransparenz:

Integrationsämter und andere Kostenträger können schnell ermitteln, ob eine Software bereits für ein bestimmtes Hilfsmittel angepasst wurde, wer die Anpassung durchführte und wer sie beauftragte. Dies verringert Redundanzen bei der Entwicklung von Anpassungen und fördert die Mehrfach-Nutzung von Anpassungen für bestimmte Kombinationen von Software und Hilfsmittel.

Infos zur Zugänglichkeit von Software.

Firmen, die Software beschaffen wollen, können recherchieren, wie zugänglich verschiedene in Frage kommende Produkte sind und ob für bestimmte Anwendungsgebiete auch ohne Anpassung barrierefreie Software verfügbar ist.

Besserer Austausch im Hilfsmittelsektor:

Hilfsmittelfirmen dokumentieren ihre eigenen Anpassungen, sehen aber auch, welche Anpassungen von anderen Firmen vorgenommen wurden und wie erfolgreich diese waren ̫ etwa an der Anzahl notwendiger Aktualisierungen in den Kommentaren zum Erfolg der Anpassung. Diese Informationen sind auch relevant für Träger der beruflichen Bildung, die Hilfsmittelschulungen durchführen.

Infos für Nutzer:

Menschen mit Behinderungen können sich selbst über die Zugänglichkeit von beruflich genutzter Software informieren. Ihre Verhandlungsposition gegenüber Arbeitgebern wird gestärkt.

Infos für Software-Hersteller:

Mängel in der Zugänglichkeit von Software werden im Anpassungsfinder öffentlich belegt. Dadurch verbessern sich die Möglichkeiten, auf Hersteller einzuwirken, dass sie die Zugänglichkeit in zukünftigen Versionen verbessern.



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